Gesundheit in den Tropen
Wir
wollen keine Panik verbreiten, es ist aber sicher wichtig vor der Reise in die
Tropen, sich mit dem Thema Gesundheit zu beschäftigen. Es gibt einige grundsätzliche
Regeln, die für den Europäer nicht selbstverständlich sind.
Wir
haben uns bemüht kurz und knackig alle Informationen zusammenzutragen. Bei
Unsicherheiten auf die eigene Person, sollte auf jeden Fall ein Arzt zu Rate gezogen
werden. Und natürlich liegt es an jedem einzelnen, wie er sich zu verhalten
hat. Wir haben gewissenhaft die wichtigsten Informationen zusammengetragen, solltet
Ihr aber dennoch einen Fehler entdecken, schreibt
uns bitte, wir werden natürlich sofort eine Korrektur vornehmen.
Nahrungsmittel-
und Trinkwasserhygiene:
Speisen sind grundsätzlich durchgebraten
oder abgekocht zu genie§en.
Obst ist nur dann zum Verzehr geeignet, wenn man
es selbst geschält hat.
Häufiger †bertragungsweg von Krankheitskeimen
sind kalte Gerichte, rohe Gemüse oder Obst, Milch- oder Eierspeisen wie Mayonnaise
und Speiseeis, Eiswürfel, kalte Fleischgerichte und Meeresfrüchte.
Trinkwasser sollte nur aus verschlossenen Flaschen, Dosen oder abgekocht (20min!!!,
auch Milch) getrunken oder zur Zahnflege benutzt werden.
Parasitäre
Erkrankungen:
Das Baden sollte man in bestimmten Binnengewässern
Afrikas unterlassen, wenn man sich nicht 100% sicher ist, da§ das Wasser in Ordnung
ist. Vielfach birgt das Baden die Infektion mit Bilharziose. Die Parasiten, (
genauer Pärchenegel) werden bis zu 17 mm lang dringen aktiv in die Haut ein.
Das Tragen von
Schuhen ist anzuraten, da Parasiten wie zum Beispiel Sandflöhe oder Wurmlaven
in die gesunde Haut eindringen kšnnen . Vorsicht bei Kontakt mit Hunden, Katzen,
Fledermäusen und Affen als †berträger der Tollwut.
Bei
Fieber, Durchfall oder sonstigen Symptomen sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Die Reisediarrhoe gehšrt zu den hŠufigsten Krankheiten in den Tropen. Verursacher
sind Viren, Bakterien oder Parasiten, die durch unsaubere Nahrungs- und Trinkwasseraufbereitung
übertragen werden. Eine Therapie sollte immer auf den Erreger abgestimmt
sein! Begleitsymptome sind häufig Bauchschmerzen, Fieber, Übelkeit und
Erbrechen. Durchfälle führen zu einem Flüssigkeits- und Mineralverlust.
Das Wichtigste ist den Flüssigkeits- und Mineralienverlust durch Fruchtsäfte,
Brühen und Tee auszugleichen. In Deutschland erhältlich ist ELOTRANS
(empfehlenswert).
Für
unterwegs die Lösung zum Selberherstellen, funktioniert ähnlich: 1 TL
Kochsalz, 10 TL Zucker und 1 Liter abgekochtes Wasser. Und täglich eine Banane
fźr den Kalium-Ersatz. Zusätzlich kann ein Durchfallhemmendes Medikament
genommen werden. (IMODIUM). Bei Diarrhoen mit Fieber sollte unbedingt ein Arzt
aufgesucht werden. Ist das nicht möglich, sollte zusätzlich ein Antibiotikum
genommen werden. Sollte binnen 48 Stunden keine Besserung eintreten umgehend einen
Arzt aufsuchen. Häufiger Verursacher einer blutigen Diarrhoe sind Shigellen-
oder Amöben-Ruhr.
Bei
fieberhaften Durchfällen ist immer auch an Malaria zu denken!!
Empfehlungen
zur Malariaprophylaxe
EINEN
100% SCHUTZ VOR MALARIA GIBT ES NICHT!
Eine
homöopatische Malaria-Prophylaxe ist unwirksam! Malaria-Prophylaxe ungeeignet
: Halfan, Chinin, Chinidin- Präparatel. Unzulässig in Deutschland: Camoquine,
Daraclor, Daraprim, Fansidar, Fansimef, Maloprim.
Die
ANOPHELES-MÜCKE sticht in der Dämmerung und bei Dunkelheit, sie źberträgt
die Malaria. Tagsüber stechende Mücken übertragen andere Krankheiten.
In abgeschlossenen Räumen sollte man mit Gittern und Gasen dafźr sorgen,
dass die Mücken draussen bleiben. Mit Moskitonetzen (möglichst mit Deltamethrin,
Permetrhin imprägniert ), Moskitocoils (RŠucherstäbe), elektrische Insektizid-Verdampfer
oder insektizid-haltiges Raumspray. Körperschutz durch lange Kleidung und
Repellents wie Autan oder Bonomol ist in Malariagebieten selbstverständlich
(für Extremfälle gibt es schützende Hüte und Handschuhe, (bei
Globetrotter). Die Nähe von Mückenbrutplätzen sollte vermieden
werden: Stehende Gewässer, wie Wassertanks, Auffangbehälter, kleinere
Tümpel.
Malariaverdachtsfall:
Inkubationszeit beträgt in der Regel 9 16 Tage nach einem Stich durch
eine infizierte Mücke; oder Malaria tritt erst nach Jahren auf. Trotz Prophylaxe
kann man an Malaria erkranken, wenn der Erregerstamm resistent war. Tödliche
Verläufe sind häufig Folge einer zu spät eingeleiteten Therapie.
Im Idealfall ist ein Malariatest vorhanden (bei Globetrotter, oder in Apotheken
zu kaufen). Bei festgestellter oder stark vermuteter Malaria (Fieber) kann mit
zum Beispiel Lariam behandelt werden. Natürlich nur in Notfällen wenn
kein Arzt zu erreichen ist. Grundsätzlich sollten Risikogruppen ohne Absprache
mit ihrem Arzt vorsichtig mit Medikamenten zur Malariaprophylaxe sein.
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