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Zwischenstation:
Swakopmund
Swakopmund,den
10.Oktober
Ich bin
also in Swakopmund - in der Stadt ueber die ich schon soviel von meiner Grossmutter
gehoert habe, ueber die ich in jedem Reisefuehrer lesen konnte, wie gross doch
der deutsche Einfluss hier noch sei. Komischerweise hat mich gerade letzteres
bisher eher davon abgehalten, hierher zu fahren. Intuitiv verband ich die Anhaeufung
vieler Deutscher im Urlaub eher mit Unbehagen ("Ballermann-Syndrom"). Es ist wirklich
unglaublich, welche Blueten aus Unwissenheit treiben koennen.
Zur
Stadt- und Entstehungsgeschichte Swakopmunds moechte ich mich hier gar nicht naeher
auslassen, da man dies ohnehin ausfuehrlicher und detaillierter in Geschichtsbuechern
und Reisefuehrern nachlesen kann. Eine diesbezuegliche Empfehlung moechte ich
aber dennoch geben: Wer nach Swakopmund kommt, sollte sich zwei bis drei Stunden
Zeit nehmen, um das Museum zu besuchen. Hier hat man es wirklich in muehsamer
Kleinarbeit geschafft, die Siedlungsgeschichte Swakops und seiner Umgebung darzustellen.
Es war fuer mich fast schon ein wenig peinlich, ansehen zu muessen, wie beschwerlich
der Weg mit Ochsenkarren, spaeter mit Gleis-Fuhrwerken, ins Inland war, waehrend
ich mir den Luxus goenne, dieses Land mit einem top-ausgestatteten, 27-Gaenge
Fahrrad zu durchqueren.
Swakopmund
hat seinen Namen uebrigens vom Fluss Swakop. Das Wort stammt aus der Nama-Sprache
und setzt sich aus der Silbe 'tsoa' (Hintern) und 'xoub' (Exkrement) zusammen.
Klingt nicht sehr appetitlich, hat aber einen ganz einfachen Hintergrund. Waehrend
der Regenzeit spuelt der Swakop-River, der sich genau zwischen den Duenen der
Namib und der Stadtgrenze befindet, saemtlichen aufgewehten Sand der Trockenzeit
ins Meer und faerbt sich dabei eher unappetitlich braun. Dieser alljaehrlich sich
wiederholende Abtransport der Sandmassen sind fuer die Stadt lebensnotwendig,
da Swakopmund sonst aehnlich versanden wuerde, wie es hier an der Kueste z.B.
mit Kolmanskoppe bei Luederitz geschehen ist.
Im
Gegensatz zu Windhoek versucht man hier uebrigens die alte, vom wilhelminischen
Baustil gepraegte Bausubstanz zu erhalten. Selbst Neubauten werden dem Stadtbild
sanft angepasst. Dies verleiht Swakopmund mit seinem einmaligen Umland ein unvergleichbares
Flair. "It's a good place to be!", wuerde der Englaender, glaube ich, sagen. Dem
ist nichts hinzuzufuegen.
Tipps:
Museum
Aquarium (ab 15:00 Uhr Haifisch-Fuetterung)
Stadtrundgang Duenen (Dune-Boearding,Carting,Quad-biking,etc.)
Welwitschia-Trail Roessing-Mine (groeeste Uran-Mine der Welt)
Essen:
Cafe "Out of Africa", im alten Hans-Hotel Lighthouse (Fisch)
Brauhaus
(Deutsche Kueche und Wild)
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