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Hupsis Tour-Tagebuch
Windhuk – Kapstadt

Windhoek,den 4.Oktober

Tour-Etappe: Windhuk – Ankunft
So, heute habe ich erstmal damit begonnen, meine Klamotten neu zu ordnen. Beim Abflug hab ich ja nur alles so in die Taschen gepackt, dass alles reinpasste. Habe aber schon gestern gemerkt, dass viele Dinge einfach am falschen Platz waren. Daher sind die lebensnotwendigen Dinge wie Fahrrad-Kombiwerkzeug, Dextro-Energen und Sonnenmilch jetzt in der Lenkertasche.

Heute bin ich etwas ausserhalb von Windhoek (ca. 25km) Richtung Khomas-Hochland zum Daan-Viljoen Game Reserve gefahren. Dummerweise (wie sich spaeter herausstellen sollte) bin ich heute morgen erst gegen 9:00 losgekommen. Die Strasse war super zu fahren, da am Rand ein etwa 2,5m breiter Seitenstreifen war. Leider machten sich aber die ersten Steigungen zum Hochland schon ganz schoen bemerkbar. Daher habe ich mich nun endgueltig dazu entschlossen, meinen Trip nach Swakopmund ueber Okahandja zu planen, obwohl die andere Strecke sicherlich die schoenere ist. Aber am Anfang will ich es mal nicht uebertreiben. Am Game Reserve angekommen, fragte ich erstmal nach, ob ich mit dem Fahrrad ueberhaupt in den Park duerfe? Schliesslich handelt es sich hierbei ja nicht um einen Zoo mit Absperrgittern. Man sagte mir aber, dass es zwar bisher noch niemanden gab, der mit dem Fahrrad in den Park wollte, aber es wuerde schon gehen, da es eigentlich keine wilden Tiere hier gebe. Nun gut, dafuer brauchte ich aus Mitleid auch nichts bezahlen, da "ein Fahrrad ja eben kein Auto sei und somit nicht auf der Preisliste steht".

Im Park selbst gibt es einen etwa 6,5 km langen Rundkurs, der vor allem in der Mittagshitze ganz schoen schlaucht (daher der Tipp: vorher losfahren). Hat auch den Vorteil, dass man morgens einfach mehr Tiere sieht. Egal, ein paar Oryx-Antilopen, Kudus, Giraffen und Paviane habe ich dann doch noch gesehen. Besser gesagt, direkt vor mir auf, bzw. knapp neben der Schotterpiste. Ehrlich gesagt, habe ich mir am Anfang die Zeiten herbeigesehnt, als ich solche Touren im Kruger-Park mit dem Auto gemacht habe. Mit Blechhaut um sich herum fuehlt man sich doch etwas sicherer. Ich habe dann aber schnell rausgefunden, dass alle Tiere dieser Welt wohl eine gemeinsame Sprache sprechen. Auf ein mittellautes "Kusch-Kusch" wussten alle schnell Bescheid, dass ich nun nicht laenger gewillt war, zu warten und weiterfahren wollte. ALso machten sie sich ganz schnell aus dem Staub. Die Schotterstrecke ist uebrigens ein Traum fuer alle Mountainbiker. Es geht im stetigen Wechsel bergauf und bergab. Macht einfach Spass zu fahren!

Nach insgesamt 5 Stunden war ich dann zurueck im Backpacker und habe erstmal saemtliche Vorraete an Coke-light vertilgt. Wasser ist in Namibia anscheinend nur fuer die Tiere gedacht. Zumindest ueberkommt mich dieses Gefuehl doch sehr stark. Stilles Wasser gibt es gar nicht. Deshalb befuelle ich meine Trinkflaschen immer mit Leitungswasser. Das hat zwar einen unverkennbaren Chlorgeschmack, dafuer ist es aber trinkbar, kostet nichts und an den Geschmack kann man sich gewoehnen.

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