Namib

Im Gegensatz zur Kalahari ist die Namib eine hyperaride subtropische Küstenwüste. Die Namib bildet einen 30 bis 140 km breiten Streifen entlang der Atlantikküste, vor der der Bengualastrom das Wasser der Antarktis über die Skelettküste nach Norden führt. Das verhilft der Namib zu ihrer wichtigsten Wasserquelle: Er liefert dichten Nebel. Die jährliche Niederschlagsmenge liegt bei 25mm, die Niederschlagsmenge durch Nebel sogar bei 30 mm.

 

Vom Nebel und Tau ist demnach auch das gesamte Leben abhängig. In der Namib gibt es eine reiche Anzahl von Tier- und Pflanzenleben. Bemerkenswert sind z. B. die vielen Käferarten, die es verstehen sich den Frühnebel als Kondenswasser auf Ihrem Panzer durch einen Kopfstand zunutze zu machen. Tagsüber schwimmen sie regelrecht durch den Sand um der Hitze des Tages zu entgehen. Auch leben Strauße und Springböcke von der spärlichen Vegetation.

In den Flußtälern kann man aber auch schon mal einem Schakal oder einer Hyäne begegnen. Außerdem ziehen seit Ewigkeiten Elefanten durch die Namib-Wüste, die sich in dieser unwirtlichen Umgebung heimisch fühlen. Diese Dickhäuter sind zähe Burschen, die in Dürrezeiten (z.B. von 1979 bis 1984) zwar keinen Nachwuchs bekommen, der Trockenheit aber nicht wie die anderen Säuger zum Opfer fallen.

Nebel trägt auch zum Gedeihen des bizarren Welwitschia-Baums (s.u.) bei, der nur in der Namib anzutreffen ist. Seine wenigen lederartigen Blätter verschlingt der Wind zu einem Knäul. So kann er den harten Bedingungen bis zu 2000 Jahren trotzen.

Südlich der Kuiseb, also zwischen Swakopmund und Lüderitz gibt es riesige Strichdünen, die zu den grössten der Erde zählen.

 

Naturschutz

Skeleton Coast Park
Zwischen Kuene und Ugab River befindet sich das 500 km lange Naturschutzgebiet des Skeleton Coast Park. Dieser 30 bis 40 km breite ökologisch hochsensible Wüstenstreifen ist im Norden nur durch eine Flugsafari zu besichtigen und im Süden nur mit einer offiziellen Erlaubnis zu befahren. Da jede Reifenspur auch noch nach Jahrzehnten im Sand zu sehen ist, ist es selbstverständlich auch außerhalb des Parks die ausgewiesenen Pisten nicht zu verlassen. Der Name dieses Parks erzählt es schon: die namibische Küste ist einer der größten Schiffsfriedhöfe der Welt. Z.B. ist 25 km von Ugab immer noch die „Benguela Eagle” zu besichtigen.

Der Park liegt in der Küstennebelzone. Von Oktober bis Mai ist es sonnig, im Winter ist die Küste aber meist verhangen und nur gegen Mittag kommt mal die Sonne. Dementsprechend ist es zu dieser Zeit auch recht kalt (um 5°C).

Namib Naukluft Park
Am Sossusvlei endet der aus den Bergen des Naukluft Parks kommende Tsauchab-Fluß, dessen Verlauf kilometerlang jahrhundertealte Kameldornbäume zeigen. Sossus bedeutet in der Sprache der Nama soviel wie blinder Fluß. Das Trockenbett ist nur nach guten Regenzeiten, wie z.B. 1997 gut gefüllt. Dann finden sich aber auch schnell Antilopen und Flamingos an diesem Gewässer ein. Wochen später trocknet er wieder aus und hointerlässt eine salzige aufgesprungene Kruste.

Der Parkeingang ist bei Sesriem (an der Pad D 826). Von dort kann man mit einem normalem PKW zum Sossusvlei fahren, von dort aus geht es nur noch 4x4 voran oder aber zu Fuß.

 

Die Kalahari nimmt den grössten Teil von Botswana sowie Teile Namibias und Südafrikas ein. Trotz der weiten Sanddünengebiete lässt der grösste Teil der Kalaharisavanne verschiedenartigste Vegetation zu. Jahreszeitlicher Niederschlag sammelt sich in natürlichen Wasserlöchern, den Pfannen.


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